Es – war – einmal –

So könnte man die Geschichte des Kleingärtnervereins “Zum Sauerbruch“ beginnen. Denn in diesem Jahr wird die Kleingartenanlage mit 94 Parzellen  und  192 Mitgliedern 57 Jahre alt. 1950 begannen die Vorbereitungen für die Kleingärten am Morgensonnenweg. In der Nähe des Waldes, umgeben von Wiesen, schien es der ideale Platz für interessierte Männer und Frauen zu sein, die ihr eigenes Gemüse, Obst und Blumen anbauen wollten. Aber Probleme gab es genug. Das Areal war ein verdrecktes Sumpfgebiet und wirkte absolut nicht einladend.   Märchenhaft, - wer da glaubte, dass hier einmal geerntet werden könnte. Aber mit Hilfe vieler fleißiger Hände und der Unterstützung der Stadt, wurde das Gebiet trockengelegt und mit Mutterboden aufgefüllt. In erster Linie galt es Gemüse und Obst anzubauen, um der Familie eine bessere Ernährung bieten zu können. Kleinvieh, wie Kaninchen und Geflügel, aber ab und zu auch ein Schwein (was nicht erlaubt war) wurde gehalten. Obstbäume, Material für Zaun und Laube wurden im Tauschverfahren erworben.       

So also fing es an, und so ging es weiter, angepasst dem Wandel der Zeit. Die Ställe wurden zu Wohnraum umgestaltet, denn man konnte sich das Fleisch wieder kaufen. Aus Gemüseland wurde teilweise Erholungsbereich. Die Vereinsmitglieder brauchten aber auch Raum für große Feiern, also wurde ein Vereinsheim mit großem Saal, eine Terrasse im Freiraum und ein Zelt für viele Gäste geschaffen. Zwei Gerätehäuser für vielseitige Verwendung entstanden im Laufe der Jahre. Zur Zierde der Anlage entstand vor dem Vereinshaus ein überdachter Brunnenbereich, zum Ausruhen der Spaziergänger, die immer willkommen waren und sind. In unserer parkähnlichen Anlage sind die Parzellen mit Ligusterhecken eingefriedet, was einen besonders gemütlichen Eindruck macht.

Erholung pur, mitten im Grünen, aber nicht ohne  idealen Einsatz aller Gartenfreundinnen und Gartenfreunde. Viele Gemeinschaftsstunden und Projektstunden mussten geleistet werden, um Strom-, Trinkwasserleitung und Kanalisation zu schaffen.
Ungern würde man heute auf diese Vorteile verzichten.

Aber es wird nicht nur gearbeitet. Jedes Jahr wird ein großes Sommerfest gefeiert, wobei unsere Marler Bevölkerung herzlich willkommen ist. Auch der Nikolaus kommt jedes Jahr zu unseren Kindern, und das wieder aufgelebte, kirmesähnliche Kinderfest wird schon 25 Jahre in unserer Kleingartenanlage mit besonderer Begeisterung von den Gartenfreundinnen und Gartenfreunden gestaltet. Unsere Frauengruppe hat bereits im vorigen Jahr ihr 25jähriges Jubiläum gefeiert.

-----Daten von 1950 an, --- Namen --- Vorstände ?! -----

Man kennt sie doch alle. ---  Wichtig  war und ist doch, dass alle mit Freude gärtnern, gestalten, und organisieren und  viel Kraft in das Kleingärtnerleben investieren. - Jeder, wie er es vermag - !

Es – war – einmal - aber es ist eben noch - und es geht weiter.

Denn das Tröstliche ist für uns, dass unsere Nachfolger wieder “Kleingärtner“ sind. Sie haben  andere Ideen, gestalten auch alles um, aber  es geht weiter, mit den Hobbygärtnern  und genau das ist wichtig. Denn was wäre der Schrebergarten, ohne unsere Nachfolger?  Ohne unsere Kinder, die sich heute noch wundern, dass ein  Radieschen in der Erde wächst, oder einen Kohlrabi  bestaunen, einen Apfel vom Baum pflücken und sehen, dass eine Kartoffel aus der Erde gebuddelt wird. Wenn sie mit Vorsicht ein Ei aus dem Hühnerhäuschen  holen können und ein kleines Kaninchen im Arm halten dürfen.       

Die Kleingartenanlage am Morgensonnenweg, ein kleines Paradies, das wir uns bewahren sollten!

Chronik - vom “Sauerbruch“ - ! - Eine unendliche Geschichte geht weiter unter

       www.zum-sauerbruch.de

 

Bezirksverband Marl der Kleingärtner e.V.  | fuchs@kleingartenmarl.de