Soll ich Kompost auf dem Rasen ausbringen?

Das Ausbringen von Kompost auf den Rasen hat sich durchaus bewährt. Bei klarem, frostfreien Wetter kann man den Rasen schon im Januar mit feingesiebter Komposterde etwa zwei Zentimeter dick bestreuen. Man kann der Komposterde auch schon Thomasmehl und Kali beimischen. Und zwar pro Kubikmeter Komposterde drei Kilogramm Thomasmehl und ein Kilo Kali. Im nächsten Frühjahr braucht man dann den Rasen nur noch mit einem Stickstoffdünger behandeln.

Wie wird ein Komposthaufen angelegt?

Kompost ist für den Boden besonders wichtig. Den Komposthaufen legt man am besten in einem etwas abgelegenen Gartenteil an. Auf diesen Haufen kommen alle zerkleinerten organischen Abfälle aus Garten und Küche. Der Haufen sollte möglichst locker aufgebaut werden, damit die Luft gut zirkulieren kann. Über jede Abfallschicht kommt eine Lage Erde. Man kann auch jeweils etwas Gesteinsmehl hinzufügen. Zersetzt wird das aufgeschichtete Material durch Bodenbakterien und allerlei Tiere wie Würmer und Asseln. Am besten bringt man den Kompost in einem Silo, das sich auch abdecken lässt, unter. In sehr trockenen Sommern muss der Haufen aber gegossen werden, damit er stets feucht bleibt und so "reifen" kann.
 

Soll man frischen oder reifen Kompost verwenden?

Das ist eine Streitfrage für viele Hobbygärtner. Dennoch kann man eine Faustregel angeben: Reifer Kompost, der also mindestens zwei Jahre abgelagert ist, wird vor allem zur Anzucht von Jungpflanzen oder als Zugabe für Pflanzlöcher verwendet. Man kann ihn aber auch in den Boden einarbeiten. Frischer Kompost dagegen befindet sich noch in der Umsetzungsphase. Er darf auf keinen Fall eingearbeitet werden, sondern man bedeckt nur den Boden damit. Nie sollte frischer Kompost zur Pflanzenanzucht benutzt werden!

Wann bringt man Kompost auf die Beete?

Kompost ist das preiswerteste Hilfsmittel des Hobbygärtners zur Bodenverbesserung. Guter Kompost trägt dazu bei, dass sich der Krankheits- und Schädlingsbefall in Grenzen hält. Außerdem hilft er auch, Düngemittel einzusparen. Fertiger Kompost kann man schon im Herbst auf das umgegrabene Beet streuen. Man bedeckt die Beete etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter hoch. Erst im zeitigen Frühjahr (Januar) wird der Kompost oberflächlich eingearbeitet.
 

Warum stinkt der Komposthaufen?

Geruchsbelästigungen durch den Komposthaufen lassen sich vorn vornherein vermeiden, wenn er richtig angelegt wird. Das heißt: locker aufschichten, dicke Graslagen beispielsweise mit Holzhäcksel oder einer Lage dünner Äste luftdurchlässig aufbauen. Kommt Luft (und damit Sauerstoff) reichlich in die Kompostlege, verläuft die Verrottung nahezu geruchfrei. Manchmal duftet es sogar wie im Wald. Übrigens: Essensreste mit Soße, Fleisch usw. sind nichts für den Komposthaufen.

 

Bezirksverband Marl der Kleingärtner e.V.  | fuchs@kleingartenmarl.de